Wie eine KI aus einer Kundenanfrage die passenden Positionen aus Ihrer eigenen Leistungs- und Preisliste heraussucht und einen Angebotsentwurf in Ihrem Format vorbereitet — den ein Mensch prüft, ergänzt und freigibt. Der Fahrplan beschreibt den einfachen Einstieg im Chat und den Schritt zur Übergabe an Ihr Angebotsprogramm.
Der Nutzen entsteht nicht beim Rechnen, sondern beim Lesen und Zuordnen: aus einer formlosen Mail herauszufinden, welche Ihrer Leistungen gemeint sind und was noch fehlt.
Ein Sprachmodell rechnet und erfindet gleichermaßen flüssig. Deshalb darf es nur auswählen und zuordnen — jede Position muss mit Artikelnummer aus Ihrer Liste stammen, alles andere wird als offen markiert.
Die KI sucht zu jedem Wunsch des Kunden die passende Position mit Artikelnummer. Findet sie keine, schreibt sie „fehlt“ und begründet kurz, statt eine Position zu erfinden.
Fehlen Mengen, Maße, Termine oder Ausführungsvarianten, listet der Entwurf sie als Rückfragen an den Kunden — das ist oft der wertvollste Teil.
Nachlässe, Sonderkonditionen und Liefertermine setzt nie die KI. Sie darf höchstens darauf hinweisen, dass der Kunde danach fragt. Ein Angebot bindet Sie rechtlich.
Die Halte 1 bis 6 funktionieren im Chat mit einem Claude- oder ChatGPT-Projekt, ohne jede Programmierung. Halt 7 ist der Schritt zur Übergabe an Ihr Angebotsprogramm.
Exportieren Sie Ihre Leistungs- und Artikelliste als Tabelle mit den Spalten Artikelnummer, Bezeichnung, Beschreibung, Einheit und Einzelpreis. Bereinigen Sie doppelte und veraltete Einträge. Diese Tabelle ist die einzige Quelle für Positionen und Preise.
Wählen Sie eine Handvoll typischer Angebote zusammen mit der Anfrage, aus der sie entstanden sind. Daran erkennt die KI, wie Sie formlose Wünsche in Positionen übersetzen, welche Positionen üblicherweise zusammen auftreten und welche Hinweise Sie dazuschreiben.
Legen Sie in einem Firmenkonto mit Auftragsverarbeitungsvertrag ein Projekt an — etwa in Claude Team — und laden Sie Preisliste und Beispielangebote als Projektwissen hoch. Wie das im Einzelnen geht, zeigt der Fahrplan Firmengedächtnis mit Claude.
In den Projekt-Anweisungen steht, was die KI tun darf und was nicht. Den Kern bilden die Grundregeln oben; ein Vorschlag zum Übernehmen steht unter dem Fahrplan. Verlangen Sie eine feste Tabellenform, damit jeder Entwurf gleich aussieht.
Kopieren Sie die Kundenanfrage in einen Chat im Projekt oder laden Sie den Anhang hoch. Die KI liefert eine Positionstabelle, eine Liste offener Punkte und Rückfragen an den Kunden. Personenbezogene Angaben, die für das Angebot nicht nötig sind, lassen Sie weg.
Gehen Sie die Prüfliste unten durch, bevor irgendetwas davon ins Angebotsprogramm wandert. Gleichen Sie vor allem Preise und Artikelnummern mit der Liste ab — nicht mit dem, was im Entwurf steht.
Im einfachsten Fall übertragen Sie die geprüften Positionen von Hand. Viele Programme nehmen Positionen auch als Import-Datei oder über eine Schnittstelle an — etwa Lexware Office, Invoice Ninja oder ERPNext. Mit einer Automatisierung wie n8n lässt sich daraus ein Ablauf bauen, der den Entwurf direkt als Angebotsentwurf im Programm anlegt, gespeist aus dem sortierten Postfach des Fahrplans Anfragen vorsortieren. Die Freigabe bleibt auch dann beim Menschen.
Notieren Sie, was Sie an Entwürfen korrigieren müssen. Wiederholt sich ein Fehler, gehört eine Regel in die Anweisungen oder ein weiteres Beispiel ins Projektwissen. Aktualisieren Sie die Preisliste im Projekt bei jeder Preisänderung.
Vorschlag für die Projekt-Anweisungen (zum Anpassen):
Du bereitest Angebotsentwürfe für [Firma] vor. Verwende ausschließlich Positionen aus der Datei „Preisliste“, immer mit Artikelnummer, Bezeichnung, Einheit und Einzelpreis genau wie dort angegeben. Erfinde keine Positionen und keine Preise; wenn nichts passt, schreibe „fehlt“ und warum. Setze keine Rabatte, Sonderkonditionen oder Liefertermine. Gib zuerst eine Tabelle mit den Spalten Artikelnummer, Bezeichnung, Menge, Einheit, Einzelpreis, Begründung aus, danach offene Punkte und Rückfragen an den Kunden. Markiere geschätzte Mengen ausdrücklich als Schätzung.
Kurz genug, um sie jedes Mal zu benutzen.
Datenschutz: Anfragen enthalten personenbezogene Daten. Nutzen Sie nur Firmenkonten mit Auftragsverarbeitungsvertrag, nie private Konten, und tragen Sie die Verarbeitung in Ihr Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten ein. Wer Kundenanfragen nicht an einen Cloud-Dienst geben möchte, betreibt das Sprachmodell selbst — siehe KI im eigenen Haus.
Stand der Angaben: September 2026, nach den Hilfeseiten der Hersteller.
Meist steckt die Arbeit in der Preisliste und den Regeln, nicht in der KI. Im kostenlosen Vorgespräch schauen wir, wie Ihre Angebote heute entstehen und was sich davon vorbereiten lässt.